Reiselust, Bücherfrust
Der Frühling zeigt sich mit Sonnenschein und ersten winzigen Blüten direkt am Boden. Es ist zwar noch kalt, aber morgens zwitschern schon die Vögel fröhlich in den Tag. Mich packt die Reiselust.
In diesem Jahr steht Einiges an: Zunächst werde ich übernächstes Wochenende in Solothurn lesen, ich fahre mit Analyn hin. Sie wird sich einen Tag schulfrei dafür nehmen. Wir werden über Ulm, Friedrichshafen, Schaffhausen und Basel nach Lörrach fahren, dort bei einer alten Freundin übernachten, am nächsten Tag nach Solothurn fahren, einen Stadtrundgang machen, nachmittags ist dann die Lesung, abends kehren wir nach Lörrach zurück. Am Montag fahren wir dann gegen Mittag Richtung Augsburg zurück. Eine kleine Reise zum Frühjahrsbeginn.
Zwei weitere Reisen gibt’s im Herbst – über den Schriftstellerverband fliege ich in Bayerns Partnerprovinz Shandong und werde an der Universität Jinan aus meinem Roman "Diesel" oder aus "Goethes Hinrichtung" lesen, vermutlich Diesel, weil der Name in China bekannter ist und sich außerdem ein großes Motorenwerk in der Stadt befindet. Die andere Herbstreise geht in die Türkei, acht Tage nach Antalya und Kuşadası, eine Busfahrt, die ich gewonnen habe und die in keinem Zusammenhang mit der Übersetzung von "Goethes Hinrichtung" ins Türkische steht. Nach China fahre ich allein, da die Einladung nicht für zwei besteht, in die Türkei natürlich mit Analyn. Ich freu mich drauf.
Das wird ein reiselustiges Jahr. Gestern waren wir auf einem Kurztrip nach München – es war bitter kalt, so dass wir uns auf ein spätes, teures Mittagessen im Donisl und eine kleine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn beschränken mussten. Analyn friert leicht, denn sie ist dieses Klima ja nicht gewöhnt. Aber Kurzreisen werden wir das ganze Jahr immer wieder mal machen, vor allem durch Deutschland (und möglichst zu Lesungen, damit ich es bezahlt bekomme) und Analyn einen Eindruck von ihrer neuen Heimat hat.
Hin und wieder werde ich hier auch über meine Lektüre berichten, vor allem, wenn mir etwas besonders gefallen hat oder wenn mich etwas ärgert. Das war zum Beispiel in diesen Tagen der Fall:
Ich habe ein Büchlein mit dem Titel "Vom Schreiben leben: Schriftsteller" von Manfred Plinke gelesen (Autorenhaus Verlag, 2002). Im Untertitel: "Beruf Chancen Honorare Erfolgreiches Veröffentlichungen". Diese Aufzählung erweckt so manche Erwartungen, die dann nicht erfüllt werden. Wir haben hier 128 Seiten, davon geht der übliche Vorspann ab, Inhaltsverzeichnis, Vorwort usw., der Text beginnt auf Seite 11. Dann haben wir 4 Kapitel-Anfänge mit jeweils einem Zitat, das auf gesonderter Seite steht, mit leerer Seite davor und danach. Unterkapitel beginnen oft auf einer neuen Seite, der Rest der Seite davor ist zur Hälfte frei. Dann gehen 8 Seiten mit ganzseitigen überflüssigen Karikaturen ab. Ebenso überflüssig ist ein 20seitiges Lexikon, in dem wir z.B. als gesondertes Stichwort "Lexikon". Nachschlagewerk. Siehe dort. Viel Neues erfahren wir hier nicht. Am Ende: Quellenhinweise, ein Verzeichnis der Bücher aus dem Autorenhaus-Verlag, ein nichts sagendes Nachwort und noch einmal eine Verlagsreklame, zusammen dann noch mal 6 Seiten, so dass zusammengerechnet sage und schreibe 62 Seiten vom Haupttext abgehen. Dass dieser hin und wieder Tabellen enthält, ist okay. Ein großer Prozentsatz besteht dazu aus Zitaten, z.B. wird berichtet, wie andere Autoren mit dem Schreiben angefangen haben (Stars wie Stuckrad-Barre). Von dem, was im Titel und Untertitel versprochen wird, erfahren wir nichts. Das Einzige, was man aus diesem Buch lernt, ist, dass man sich das Geld dafür sparen sollte. Wer Schriftsteller werden möchte, kann sich anderswo besser informieren. Dieses Ding isteinfach nur ärgerlich.
In diesem Jahr steht Einiges an: Zunächst werde ich übernächstes Wochenende in Solothurn lesen, ich fahre mit Analyn hin. Sie wird sich einen Tag schulfrei dafür nehmen. Wir werden über Ulm, Friedrichshafen, Schaffhausen und Basel nach Lörrach fahren, dort bei einer alten Freundin übernachten, am nächsten Tag nach Solothurn fahren, einen Stadtrundgang machen, nachmittags ist dann die Lesung, abends kehren wir nach Lörrach zurück. Am Montag fahren wir dann gegen Mittag Richtung Augsburg zurück. Eine kleine Reise zum Frühjahrsbeginn.
Zwei weitere Reisen gibt’s im Herbst – über den Schriftstellerverband fliege ich in Bayerns Partnerprovinz Shandong und werde an der Universität Jinan aus meinem Roman "Diesel" oder aus "Goethes Hinrichtung" lesen, vermutlich Diesel, weil der Name in China bekannter ist und sich außerdem ein großes Motorenwerk in der Stadt befindet. Die andere Herbstreise geht in die Türkei, acht Tage nach Antalya und Kuşadası, eine Busfahrt, die ich gewonnen habe und die in keinem Zusammenhang mit der Übersetzung von "Goethes Hinrichtung" ins Türkische steht. Nach China fahre ich allein, da die Einladung nicht für zwei besteht, in die Türkei natürlich mit Analyn. Ich freu mich drauf.
Das wird ein reiselustiges Jahr. Gestern waren wir auf einem Kurztrip nach München – es war bitter kalt, so dass wir uns auf ein spätes, teures Mittagessen im Donisl und eine kleine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn beschränken mussten. Analyn friert leicht, denn sie ist dieses Klima ja nicht gewöhnt. Aber Kurzreisen werden wir das ganze Jahr immer wieder mal machen, vor allem durch Deutschland (und möglichst zu Lesungen, damit ich es bezahlt bekomme) und Analyn einen Eindruck von ihrer neuen Heimat hat.
Hin und wieder werde ich hier auch über meine Lektüre berichten, vor allem, wenn mir etwas besonders gefallen hat oder wenn mich etwas ärgert. Das war zum Beispiel in diesen Tagen der Fall:
Ich habe ein Büchlein mit dem Titel "Vom Schreiben leben: Schriftsteller" von Manfred Plinke gelesen (Autorenhaus Verlag, 2002). Im Untertitel: "Beruf Chancen Honorare Erfolgreiches Veröffentlichungen". Diese Aufzählung erweckt so manche Erwartungen, die dann nicht erfüllt werden. Wir haben hier 128 Seiten, davon geht der übliche Vorspann ab, Inhaltsverzeichnis, Vorwort usw., der Text beginnt auf Seite 11. Dann haben wir 4 Kapitel-Anfänge mit jeweils einem Zitat, das auf gesonderter Seite steht, mit leerer Seite davor und danach. Unterkapitel beginnen oft auf einer neuen Seite, der Rest der Seite davor ist zur Hälfte frei. Dann gehen 8 Seiten mit ganzseitigen überflüssigen Karikaturen ab. Ebenso überflüssig ist ein 20seitiges Lexikon, in dem wir z.B. als gesondertes Stichwort "Lexikon". Nachschlagewerk. Siehe dort. Viel Neues erfahren wir hier nicht. Am Ende: Quellenhinweise, ein Verzeichnis der Bücher aus dem Autorenhaus-Verlag, ein nichts sagendes Nachwort und noch einmal eine Verlagsreklame, zusammen dann noch mal 6 Seiten, so dass zusammengerechnet sage und schreibe 62 Seiten vom Haupttext abgehen. Dass dieser hin und wieder Tabellen enthält, ist okay. Ein großer Prozentsatz besteht dazu aus Zitaten, z.B. wird berichtet, wie andere Autoren mit dem Schreiben angefangen haben (Stars wie Stuckrad-Barre). Von dem, was im Titel und Untertitel versprochen wird, erfahren wir nichts. Das Einzige, was man aus diesem Buch lernt, ist, dass man sich das Geld dafür sparen sollte. Wer Schriftsteller werden möchte, kann sich anderswo besser informieren. Dieses Ding isteinfach nur ärgerlich.
buecherdidi - 6. Mär, 09:25