Das alte Manila
Bis 1898 herrschten hier noch die Spanier. Es gibt in der "Innenstadt" von Manila (wenn man das so nennen darf, es ist ja alles ein Riesengemisch aus Hochhaeusern, Huetten, Golfplaetzen, Muellhaufen und Strassen, Strassen, Strassen) einen alten spanischen Ortsteil, der "Intramuros" (zwischen den Mauern: Das Viertel auf dem Gelaende eines ehemaligen Dorfes ist von 8 bis 10 m dicken Mauern umgeben) heisst- hier haben die Kolonialherren gehaust, sich mit schoenen Moebeln ausgestattet und sich bedienen lassen. Herrliche dunkle Durchgaenge, durch die der Wind gekuehlt und in blumenreiche Innenhoefe geblasen wird, mit Zugaengen zu den Geschaeften, in denen der Einheimische sein kulturelles Erbe bestaunen kann und der Auslaender selbiges Kauft. Traditionelle Fassaden (vergittert) wechseln sich ab mit Kirchen, Bischofskonferenz-Gebaeuden, Jesuitenkollegs, Schwesternschulen usw,in den Seitenstrassen kleine traditionelle Haendler und "Eateries", Viele Tricicle-Fahrer bieten individiuelle Rundfahrten durchs Viertel an. Wir waren in einem restaurierten Haus, Casa Manila, das in der unteren Etage aus Adobe-Quadern (vulkanisches Tuffgestein aus der unmittelbaren Nachbarschaft) besteht, die riesigen oberen Etagen aus Holz (erdbebensicherer). In dieser ganzen Altstadt habe ich rund 100 Fotos gemacht. Wir suchten ein Lokal, in dem wir eine Kleinigkeit essen oder trinken konnten, wurden aber immer in edle Schuppen mit mindestens drei Weinglaesern an jedem Teller bugsiert ("wir nehmen alle Kreditkarten"), fragten schliesslich auf der Strasse einen Wachtposten mit Maschinenpistole, der vor einer Versicherung stand, der geleitete uns zum Pfoertner, der schickte uns in die Tiefgarage, und dahinter war eine klimatisierte Personalkantine, in der wir das uebliche Gemetzelhuhn mit herrlicher Sosse und Reis bekamen, dazu eiskalte Getraenke, fuer zusammen weniger als 2,50 Euro, und einen Einblick in den Arbeitspausenalltag).
In der Mitte dann ein Platz mit farbenpraechtigen Blueten und einem Denkmal. Hier haben die Amerikaner 1945 bei der Eroberung der Festund die darin wohnende Zivilbevoelkerung (Frauen, alte Maenner, Kinder) zusammengetrieben und abgeknallt. Den uebrigenPhilippinenhinterliessen sie dann in den naechsten Jahrzehnten ihr Schulsystem und ihr verkorkstes Sektenwesen. Darueber spaeter mehr. Schreiben macht durstig.
In der Mitte dann ein Platz mit farbenpraechtigen Blueten und einem Denkmal. Hier haben die Amerikaner 1945 bei der Eroberung der Festund die darin wohnende Zivilbevoelkerung (Frauen, alte Maenner, Kinder) zusammengetrieben und abgeknallt. Den uebrigenPhilippinenhinterliessen sie dann in den naechsten Jahrzehnten ihr Schulsystem und ihr verkorkstes Sektenwesen. Darueber spaeter mehr. Schreiben macht durstig.
buecherdidi - 15. Apr, 12:57